Sichtbarkeit und Relevanz

Worum es geht

Realite soll echte Aktivitäten leichter koordinierbar machen, ohne Menschen oder Kalenderdaten unnötig offenzulegen.

Darum trennt Realite zwei Dinge sehr bewusst:

  • Relevanz: Warum ist eine Aktivität für dich überhaupt interessant?
  • Sichtbarkeit: Wer darf diese Aktivität oder einen Zusatzstatus sehen?

Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.

Das Grundmodell

Realite denkt jede Aktivität in fünf Schritten:

  1. Aktivität: Was ist das konkrete Vorhaben?
  2. Kontext: Welche privaten Signale helfen bei der Einordnung?
  3. Sichtbarkeit: Wer darf die Aktivität sehen?
  4. Aktion: Wie kann jemand reagieren oder mitmachen?
  5. Lernen: Was verbessert spätere Vorschläge?

So bleibt der Kern immer dieselbe Frage: Wer soll bei welcher echten Aktivität zusammenkommen?

Was Relevanz bedeutet

Relevanz entscheidet, warum Realite dir etwas bevorzugt zeigt oder vorschlägt.

Dabei nutzt Realite heute vor allem:

  • deine Kontakte und Gruppen
  • vorhandene Hashtags und Interessen-Signale
  • deine Verfügbarkeit aus dem Kalender
  • bisherige Zu- und Absagen
  • bei #date zusätzlich gegenseitige Passung als geschützten Sonderfall

Wichtig:

  • Relevanz ist zuerst ein internes Sortier- und Matching-Signal.
  • Relevanz bedeutet nicht automatisch Sichtbarkeit.
  • Kalender und Kontakte dienen als Kontext, nicht als automatische Veröffentlichung.

Was Sichtbarkeit bedeutet

Sichtbarkeit entscheidet, wer eine Aktivität überhaupt sehen darf.

Realite nutzt dafür aktuell diese Stufen:

  • Privat oder nur Gruppe: nur ein klar begrenzter Kreis
  • Freunde: deine registrierten Kontakte
  • Freunde von Freunden: dein erweiterter sozialer Kontext
  • Offen: sichtbar für alle sichtbaren Nutzer in Realite

Welche Stufen Realite bewusst klein hält

Für normale Events reicht Realite aktuell bewusst ein kompaktes Modell mit vier Standardstufen:

  1. Nur Gruppe
  2. Freunde
  3. Freunde von Freunden
  4. Öffentlich

Diese vier Stufen sind der Kern für V1.5:

  • sie decken private Planung, bestehende Kontakte, erweiterten sozialen Kontext und offene Aktivitäten ab
  • sie bleiben für Nutzer nachvollziehbar
  • sie vermeiden eine wachsende Liste aus halb ähnlichen Freigaben

Realite führt deshalb aktuell keine weiteren Standardstufen wie „nur Kontakte ohne Gruppe“, „nur gleiche Stadt“, „nur gemeinsame Interessen“ oder ähnliche Zwischenmodelle ein.

Was für V2 separat bleibt

Einige Fälle brauchen mehr Schutz, aber keine neue Standard-Sichtbarkeitsstufe:

  • #date bleibt ein geschützter Sonderfall für konkrete Aktivitäten mit gegenseitiger Passung
  • Vor-Ort-Sichtbarkeit bleibt ein zusätzlicher Opt-in-Layer pro Event
  • weitere Spezialfälle sollen, wenn überhaupt, als klar benannte Zusatzregeln entstehen und nicht als immer feinere allgemeine Sichtbarkeitsleiter

Für spätere Festival- und On-Site-Fälle gelten dieselben Leitplanken: Sicherheit bei Vor-Ort- und Festival-Kontexten.

Damit bleibt das Basismodell klein, während sensible Kontexte trotzdem eigene Schutzlogik bekommen.

Zusätzlich gibt es optionale Schutzlayer:

  • Mitmach-Modus: sichtbar Berechtigte können direkt beitreten, anfragen oder nur Interesse zeigen
  • Vor-Ort-Sichtbarkeit: nur pro Event, nur wenn erlaubt und nur mit bewusstem Check-in

Wichtig:

  • Nichts wird automatisch weiter geöffnet.
  • Sichtbarkeit ist immer an eine konkrete Aktivität gebunden.
  • Ein sichtbares Event macht dich nicht automatisch vor Ort sichtbar.

Wie Gruppen und Kontakte dabei helfen

Gruppen und Kontakte sind in Realite kein eigener Feed. Sie helfen bei zwei Fragen:

  1. Welche Personen oder Kreise sind für eine Aktivität zuerst relevant?
  2. Für wen soll die Aktivität sichtbar sein?

Darum gehören Gruppen in Realite zum Verwaltungs- und Kontroll-Layer, nicht zum Hauptfluss aus Jetzt, Vorschläge und Events.

Sonderfall #date

#date ist kein eigener Produktkern und kein offener Personenkatalog.

Der Tag ist nur ein zusätzlicher Schutz- und Relevanzfilter für konkrete Aktivitäten:

  • Sichtbarkeit bleibt an eine Aktivität gebunden
  • Relevanz basiert zusätzlich auf gegenseitiger Passung
  • der Mitmach-Modus bleibt bewusst low-pressure
  • es gibt keine automatische öffentliche Profilveröffentlichung

So bleibt Dating ein Unterfall derselben Realite-Logik statt einer separaten Stranger-App.

Was nicht automatisch passiert

Realite macht ausdrücklich nicht:

  • automatische Veröffentlichung deines Kalenders
  • automatisches Anschreiben von Kontakten
  • offene People-Discovery ohne gemeinsamen Event-Kontext
  • automatische Vor-Ort-Sichtbarkeit
  • automatische Freigabe sensibler Interessen

Wenn Realite Kontext nutzt, dann zuerst zur Einordnung und erst danach nur mit deiner bewussten Freigabe zur Sichtbarkeit.

Kurz gesagt

Relevanz entscheidet, was für dich sinnvoll ist. Sichtbarkeit entscheidet, wer es sehen darf. Realite trennt beides, damit spontane Koordination nützlich bleibt, ohne überraschend offen zu werden.

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