Sicherheit bei Vor-Ort- und Festival-Kontexten
Worum es geht
Realite soll spontane Koordination erleichtern, ohne daraus einen offenen Personenradar zu machen.
Darum gelten für spätere Vor-Ort-, Festival- oder Socializing-Kontexte schon jetzt klare Produktgrenzen:
- Sichtbarkeit bleibt immer ein bewusster Schritt
- gemeinsame Aktivität oder gemeinsamer Kontext geht vor allgemeiner Personenanzeige
- niemand wird automatisch live oder ortsbezogen sichtbar
- low-pressure Interaktion geht vor offenem Ansprechen
Diese Regeln sind wichtig, damit ein späterer On-Site-Layer Realite ergänzt, aber den Produktkern nicht in People-Browsing verschiebt.
Was Realite heute schon absichert
Im aktuellen Produktstand ist Vor-Ort-Sichtbarkeit bereits bewusst begrenzt:
- sie ist nur pro Event möglich
- sie ist nur mit ausdrücklichem Opt-in möglich
- sie startet erst kurz vor dem Event
- sie endet automatisch wieder
- sie richtet sich nach dem Sichtbarkeitskreis des Events
Mehr dazu steht auch unter Vor-Ort-Sichtbarkeit.
Welche Regeln für spätere Festival- und On-Site-Fälle gelten sollen
Wenn Realite später stärker für bestehende Großveranstaltungen, Stadtfeste, Partys oder Festivals genutzt wird, sollen diese Schutzregeln weiter gelten:
1. Kein offener Personenfeed
Realite soll nicht zeigen, wer irgendwo in der Nähe ist, nur weil die Person die App installiert hat.
Stattdessen braucht jede spätere Sichtbarkeit mindestens einen klaren Anker:
- ein konkretes Event
- einen explizit freigegebenen Vor-Ort-Kontext
- eine vorhandene Beziehung, Gruppe oder gegenseitige Relevanz
2. Sichtbarkeit nur mit engem Zweck
Eine spätere Sichtbarkeit darf nur die Frage beantworten:
Hilft das gerade dabei, eine konkrete reale Aktivität leichter zu finden, zu starten oder sich anzuschließen?
Wenn die Antwort nur "Menschen in der Umgebung anzeigen" ist, passt das nicht zum Produktmodell von Realite.
3. Low-pressure vor Direktkontakt
Für sensible Kontexte soll der erste mögliche Schritt klein bleiben.
Bevor direkte Kontaktaufnahme oder konkrete Ansprache sichtbar wird, bevorzugt Realite:
- Interesse zeigen
- gemeinsame Aktivität sehen
- gegenseitige Offenheit bestätigen
- klare Rückzüge und Ausblendung
So bleibt Interaktion anschlussfähig, ohne aufdringlich zu werden.
4. Keine überraschende Kontext-Offenlegung
Auch wenn zwei Personen am selben Ort oder Event sind, soll Realite nicht automatisch sensible Infos sichtbar machen, zum Beispiel:
- exakte Position
- Bewegungsverlauf
- private Kalenderkontexte
- fein granulare Ankunfts- oder Abfahrtszeiten
- sensible Interessen ohne explizite Freigabe
5. Sichtbarkeit muss schnell wieder verschwinden
Spätere On-Site-Sichtbarkeit soll kurz, bewusst und einfach beendbar bleiben:
- mit klarer Dauer
- mit automatischem Ablauf
- mit deutlichem Status, wer gerade sichtbar ist und wer nicht
- ohne versteckte Dauerfreigaben
6. Relevanz vor Reichweite
Falls Realite später Personen im selben Event-Kontext hervorhebt, sollen zuerst die relevantesten und sozial nachvollziehbarsten Fälle gelten:
- bekannte Kontakte
- gemeinsame Gruppen oder gemeinsamer Kontext
- gegenseitige Offenheit oder gegenseitige Relevanz
- erst danach weitere vorsichtige Erweiterungen
Damit bleibt das Modell bei bestehenden Beziehungen und klaren Aktivitäten statt bei zufälliger Reichweite.
Was Realite bewusst nicht werden soll
Auch mit späteren Festival- oder Socializing-Funktionen soll Realite nicht zu diesen Mustern kippen:
- offene Nearby-Personensuche ohne Anlass
- dauerhafte Live-Sichtbarkeit im Hintergrund
- Druck zur schnellen direkten Ansprache
- automatische Freigabe für Kontakte oder Freunde von Freunden
- Discovery nur über Personen statt über Aktivitäten
Wenn du unsicher bist
Wenn ein späterer Vor-Ort-Flow sich für dich eher wie Beobachtung als wie Koordination anfühlt, ist das ein Warnsignal.
Dann sollte Realite den Schritt kleiner oder klarer machen, zum Beispiel:
- erst eine Aktivität statt eine Person in den Mittelpunkt stellen
- erst gegenseitige Offenheit bestätigen
- erst einen klaren Sichtbarkeitskreis nennen
- erst eine kurze, begrenzte Freigabe statt offener Dauer-Sichtbarkeit erlauben
Kurz gesagt
Für spätere Vor-Ort- und Festival-Kontexte gilt in Realite derselbe Kern wie heute:
- Aktivität vor Personenfeed
- ausdrückliche Freigabe vor automatischer Sichtbarkeit
- Relevanz vor Reichweite
- low-pressure vor aufdringlicher Interaktion
So bleibt Realite eine Hilfe für echte Koordination statt ein offener Radar für Menschen in der Nähe.